Oldtimer Demo in München

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Oldtimer Demo in München

Beitragvon Manfred » Fr Okt 13, 2006 9:12 pm

hallo Leute, hier ein Info die ich euch weiterleiten möchte:



München wehrt sich!

Wie mehrfach durch die Presse kommuniziert, sollen ab Oktober 2007 in München die Luftreinhaltepläne der Stadt greifen und somit der Bereich innerhalb des Mittleren Ringes zur Umweltzone ausgewiesen werden. Dies hat zur Folge, daß künftig alle Diesel-Fahrzeuge schlechter Euronorm 1 (im zweiten Schritt Euronorm 2) und alle Benziner ohne Katalysator diese Umweltzone nicht mehr befahren dürfen und somit ausgesperrt werden!

Eine Gruppe Münchner Oldtimerfreunde, unter Federführung von Frau Margit Römer, hat, in Kooperation mit der Initiative „Kulturgut Mobilität“, einen genehmigten Oldtimerkorso durch München organisiert.

Dieser findet statt am Sonntag, den 29.10.2006!

Treffpunkt ist um 12 Uhr in der Domagkstrasse. Es wird für die Oldtimer eine Parkzone geben, wo sie sich aufstellen können. Um 13.30 Uhr fährt der Autokorso über die Ingolstädter Strasse – Leopoldstrasse – Ludwigstrasse zum Odeonsplatz. Von 14 Uhr bis 16 Uhr werden die Oldtimer anschliessend auf dem Odeonsplatz präsentiert.

Auf drei Infotischen wird Platz sein für Flugblätter, Infos, Unterschriftenlisten etc.

Unter der Initiative "Kulturgut Mobilität" liegt ein Flugblatt gegen die Fahrverbote zum Aushang in alle Fahrzeuge zum Herunterladen bereit!

Um diese Aktion besser planen zu können, ist eine kurze Anmeldung unter Angabe der anreisenden Fahrzeuge und der teilnehmenden Personen an Margit Römer unter margit.roemer@bmw2002.de oder telefonisch/per Fax unter 089/1573585 wünschenswert. An die vorstehend genannten Kontaktdaten können selbstverständlich auch Anregungen und Vorschläge eingereicht werden.

Bitte helfen Sie alle mit, diese Aktion mit Leben zu füllen und in München massiv Präsenz zu zeigen – bei jeder Witterung!

Diese Aktion zeigt, daß die Oldtimerfahrer sich nicht länger durch die Politik gängeln lassen wollen. Gerade deshalb, um sich nicht laufend zur Wehr setzen zu müssen, ist es unabdingbar unsere Vision aufrecht zu erhalten und sich weiterhin für die Anerkennung des Oldtimers als besonders schützenswertes Kulturgut massiv einzusetzen.

Mit den besten Grüßen,

Mario De Rosa
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Beitragvon Manfred » Mi Nov 01, 2006 12:05 pm

Wer von euch war dabei:?


München hat mobil gemacht!


An dieser Stelle zuerst ein großes Dankeschön an die Organisatoren der Oldtimerdemonstration in München am 29.10.2006, denen es hervorragend gelungen ist, hier ein deutliches Zeichen der Solidarität zu setzen.

Schon recht früh war den Organisatoren klar, dass es nicht bei den eigentlich geplanten 40 Fahrzeugen bleiben würde. Täglich gingen in den Tagen vor der Veranstaltung mehr und mehr Anmeldungen per E-Mail ein und täglich musste die Zahl der Teilnehmer gegenüber der Genehmigungsbehörde nach oben korrigiert werden. Am Vortag war man dann bei 220 angemeldeten Fahrzeugen, doch was sich am Treffpunkt in der Münchner Domagkstraße tat, sprengte jeden Rahmen. War ursprünglich nur eine Standspur zum Aufstellen der Fahrzeuge eingeplant, so musste bald auch die Standspur der Gegenfahrbahn in Anspruch genommen werden und als dies nicht mehr ausreichte, wurde auf ein nahegelegenes Kasernengelände ausgewichen. Bei Fahrzeug 386 hörte man auf, die Fahrzeuge durchzunummerieren. Der Polizei, die den Autokorso zum Odeonsplatz begleiten sollte, war schnell klar, dass mehr Einsatzkräfte als geplant benötigt würden, um den Korso vorschriftsgemäß auf den Odeonsplatz zu geleiten. Schnell wurden weitere Polizeikräfte nachgeordert, was aber den Start erst einmal um eine Stunde verschob.

Die Protestaufkleber der Münchner Organisatoren und der Initiative „Kulturgut Mobilität“ reichten schon lange nicht mehr aus und bei Margit Roemer, die das Haupt der Münchner Organisation darstellt, stellten sich Gefühle wie Stolz gemischt mit Bedenken, ob das wirklich alles gut gehen würde, ein. Die Polizei beschloss kurzfristig, den Korso doch über rote Ampeln zu leiten und – um die Fahrtzeit des Korsos mit seinen zwischenzeitlich fast 500 Fahrzeugen zu verkürzen – doch dreispurig über die Leopoldstraße durch Schwabing zu fahren.

Als erfolgreich kann man eine solche Veranstaltung dann bezeichnen, wenn sie – hoffentlich auch im Fall München – bei den entscheidenden Politikern etwas bewirkt. Dies müssen wir abwarten, aber einen Erfolg können sich die Münchner Organisatoren und die Initiative „Kulturgut Mobilität“ auf die Fahne schreiben: nämlich unter Beweis gestellt zu haben, dass es doch möglich ist, Oldtimerliebhaber aller Couleur für ihre Interessen zu solidarisieren. Hier standen Trabbi und Goggo einträchtig neben Bentley und Jaguar, um gemeinsam ihre Interessen zu vertreten. Auch der Münchner Bevölkerung gegenüber wurde eindrucksvoll das oft geltende Vorurteil demontiert, hier handele es sich um ein paar wohlhabende Freaks, die dafür eintreten, ohne Rücksicht auf Andere, ihrem Hobby frönen zu können. Viele interessierte Bürger kamen auf die Oldtimerbesitzer zu, mit dem Wunsch nach mehr und tiefergehenden Informationen und engagiert nahm sich jeder einzelne Oldtimerbesitzer die Zeit, die Hintergründe dieser Aktion zu erklären.

Was bleibt übrig: Nun, die Hoffnung, dass sich diese positive Stimmung auch in den Entscheidungen der Münchner Politiker niederschlägt. Gerade die vielen hundert Zuschauer und Besucher des Odeonsplatzes beweisen die These der Initiative „Kulturgut Mobilität“, nämlich dass das mehrdimensionale Kulturgut „Oldtimer“, das sich bewegt, das man hören und vielleicht auch ab und zu einmal riechen kann, auch von Zuschauern genauso erlebt werden will.

Drücken wir den Münchnern die Daumen und nochmals vielen Dank an alle, die bei der Vorbereitung oder auch nur als Teilnehmer mit dabei waren.

Mit den besten Grüßen aus Langen,

Peter-David Göhr
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Beitragvon Manfred » Mo Nov 06, 2006 11:38 am

NEUE INFO:



Zwei Podiumsdiskussionen, zwei Ansätze

Eine Woche der Diskussionen steht uns ins Haus. Am 8.11. wird der DEUVET anlässlich seiner Podiumsdiskussion im Meilenwerk in Berlin die Studie der FIVA zum Thema „Wirtschaft und Oldtimer“ vorstellen und am 12.11. wird dann im Meilenwerk in Düsseldorf die Initiative „Kulturgut Mobilität“ ihre Podiumsdiskussion zum Thema „Oldtimer 2020 – eine Vision“ durchführen. Beide Veranstaltungen sind für die deutsche Oldtimerszene sehr wichtig, auch wenn sie zwei unterschiedlichen Ansätzen folgen.

Die Veranstaltung in Berlin will der Politik vermitteln, wie wichtig und entscheidend der Wirtschaftsfaktor „Oldtimer“ ist. Grundlage hierzu ist die europaweite Untersuchung der FIVA (wir erinnern uns noch alle an die Fragebogenbeilage in der Oldtimer Markt). Erstmalig werden in Berlin die Deutschland betreffenden Zahlen publiziert.

Einen anderen Ansatz verfolgt die von der Initiative „Kulturgut Mobilität“ am 12.11. um 14 Uhr im Meilenwerk Düsseldorf veranstaltete Podiumsdiskussion. Hier soll aus Sicht der Betroffenen diskutiert werden und man wird versuchen, einen Konsens innerhalb der Szene zu finden. Dieser Konsens soll dann als kleinster gemeinsamer Nenner zukünftig von allen großen Organisationen und den unorganisiert Betroffenen gemeinsam vertreten werden. Die gemeinsam erarbeiteten gleichlautenden und exakt definierten Ziele sollen es der Szene ermöglichen, im Gleichklang gegenüber der Politik aufzutreten. Nur wenn die Politik sich einer Szene gegenüber sieht, die an einem Strang zieht und die sich in ihren Zielen und Forderungen der Politik gegenüber einig ist, werden diese Forderungen umzusetzen sein.

Aus diesem Grund werden auch AvD, ADAC, ASC, DAVC, VfV, DEUVET, TÜV, ein Vertreter der Industrie, der Motorpresse und der Initiative „Kulturgut Mobilität“ auf dem Podium und hoffentlich Sie als Mitdiskutierender im Publikum zusammensitzen. Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, ein Manifest zu erarbeiten, das von allen gemeinsam getragen wird und das den Handelnden in der Politik endlich verdeutlicht, dass man einer geeinten Szene gegenübersteht.

Wir möchten auch nochmals auf den ausführlichen Bericht über die Münchner Veranstaltung vom 29.10 in der Auto Bild vom 3.11. (Seite 88) hinweisen.

Mit den besten Grüßen aus Langen,

Peter-David Göhr
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